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Zielsetzung des Wildtierkatasters

Mit dem Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) ist es erstmals gelungen, ein bundesweites Informationssystem ausgewählter Wildarten zu installieren. Ein solch umfangreiches Projekt kann nur durch die langfristige Unterstützung der Revierinhaber vor Ort gewährleistet werden.

Jede Bewertung von Tier- und Pflanzenpopulationen hängt entscheidend davon ab, ob Aussagen über ihre Populationsdichten in verschiedenen Naturräumen möglich sind. Die Anforderungen an ein Monitoring von Wildtieren sind von Art zu Art unterschiedlich. Relativ leicht zu erfassen sind klassische Offenlandarten wie Rebhuhn, Feldhase oder Kaninchen.

Die Umsetzung von WILD in den einzelnen Bundesländern erfolgt über die Länderbetreuer. Für Bayern hat diese Aufgabe Herr Dr. Dirk van der Sant, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Bayern, übernommen. Die Ergebnisse der Wildzählungen aus den vergangenen Jahren können Sie den entsprechenden Jahresberichten entnehmen.

Jahresbericht Wildtierkataster 2007

Jahresbericht Wildtierkataster 2006

Jahresbericht Wildtierkataster 2005

Die Methode der flächendeckenden Einschätzung (FE) von Tierarten stellt neben den Zählungen in ausgewählten Untersuchungsrevieren einen weiteren Baustein des Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) dar. Da die Zählungen mit einem großen zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden sind, der nicht für alle jagdbaren Arten geleistet werden kann, bietet die FE eine wertvolle Möglichkeit, ein größeres Artenspektrum zu erfassen. Damit besteht für die Jägerschaft eine große Chance, ihre Verantwortung für die jagdbaren Arten insbesondere im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung zu unterstreichen. 

Das Wildtierkataster in Bayern ist mittlerweile beim Landesamt für Umweltschutz (LfU) als Institution anerkannt. Das LfU ist Entscheidungsträger für Rote-Liste-Arten. Sofern Informationen zu jagdlich relevanten Arten gewünscht werden, fragt das LfU beim BJV an

Durch die Auswertung der Ergebnisse und Dokumentation der Verbreitung der Arten sollen entsprechende Schutz- bzw. Nutzungsstrategien weiterentwickelt werden. Gleichzeitig dienen die gewonnenen Informationen der Versachlichung jagdpolitischer Diskussionen, da sie mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit z.B. bei der Beurteilung der Gefährdungssituation (u.a. von ?Rote Liste-Arten?) und der Bedeutung von neu auftretenden Arten liefern.

Die Abfrage im Frühjahr soll u.a. klären, wo ehemals heimische Arten (Biber, Fischotter oder Kolkraben) heute wieder verbreitet sind oder welche Regionen z.B. von sog. ?Neubürgern? (Waschbär, Mink, Marderhund, Nilgans) erobert werden. Rebhuhn und Kaninchen werden mit dieser Umfrage detaillierter erfasst. Ehemals zu den Hauptwildarten zählend, sind ihre Populationen im vergangenen Jahrzehnt stark rückläufig. In den Fokus rücken aber auch Arten, für die weiterer Forschungsbedarf besteht, wie z.B. die Marderartigen. Die FE erfolgt im zweijährigen Turnus.



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