Da im Internet immer wieder durch einzelne Aktionen die Waidgerechtigkeit eingefordert wird und auch Missstände in Berchtesgaden beanstandet werden, möchten wir auf Folgendes hinweisen.
Am 18.01.2010 trafen sich Experten für Rotwild des Bayerischen Jagdverbandes Anton Krinner, Vorsitzender des Hochwildausschusses, Dr. Werner d’Oleire-Oltmanns, Leiter des Hochwildhegerings Berchtesgaden sowie seinem Stellvertreter Hans Niederberger mit dem Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller und dem Berufsjäger Anton Wegscheider am Wintergatter Rossweg in Bischofswiesen. Ziel war es eine waldverträgliche Lösung zum Schutz des Rotwildes im Bereich zu finden. Da auf absehbare Zeit im Staatswald nur noch drei der aktuell bestehenden vier Wintergattern erforderlich sein werden, um das Rotwild rund um das Lattengebirge zu überwintern, „ist es schlüssig und legitim“ so Anton Krinner, das Wintergatter Rossweg innerhalb der nächsten Jahren aufzulösen. Dabei muss natürlich gewährleistet werden, dass dem Rotwild auch weiterhin ausreichend Futter in der Notzeit zur Verfügung gestellt wird. Schon im Dezember wurde mit einer Futterkette versucht, möglichst viele Tiere in das benachbarte Wintergatter Pfaffental umzusiedeln. Bei den aktuellen Witterungsbedingungen waren sich die Experten aber einig, dass die Futterkette eingestellt werden kann, da das Wild ihr nicht folgen wird. Das Wintergatter Rossweg hat nun die bisherige Fütterung mit Grassilag, Futterrüben, Maissilage und Grummet für das Rotwild optimiert. Die Fütterung wird dort solange aufrechterhalten, wie das Wild das Futter annimmt.
Als weiteren Schritt haben die Beteiligten vereinbart, dass gemeinsam mit allen Betroffenen ein Konzept für die Fütterung des Rotwildes innerhalb der gesamten Hochwildhegegemeinschaft Berchtesgaden erarbeitet werden soll. Dabei sollen alle derzeit noch offenen Fragen, gelöst werden.